Was bedeutet Bioverfügbarkeit wirklich?
Du nimmst ein Nahrungsergänzungsmittel ein und gehst davon aus, dass dein Körper alles aufnimmt, was auf der Verpackung steht? Leider ist das selten der Fall. Der entscheidende Faktor heißt Bioverfügbarkeit – und er bestimmt, wie viel von einem Wirkstoff tatsächlich in deinem Körper ankommt.
Die Definition
Bioverfügbarkeit beschreibt den Anteil eines Wirkstoffs, der nach der Einnahme tatsächlich in den Blutkreislauf gelangt und dort seine Wirkung entfalten kann. Eine intravenöse Injektion hat per Definition eine Bioverfügbarkeit von 100 % – alles andere muss erst den Verdauungstrakt passieren, wo zahlreiche Faktoren die Aufnahme beeinflussen.
Was beeinflusst die Bioverfügbarkeit?
Die chemische Form: Magnesiumoxid hat eine Bioverfügbarkeit von nur 4–5 %, während Magnesiumbisglycinat auf 40–50 % kommt. Der gleiche Mineralstoff – aber ein enormer Unterschied in der Aufnahme.
Der Zeitpunkt der Einnahme: Manche Nährstoffe werden besser auf nüchternen Magen aufgenommen, andere zusammen mit Fett oder einer Mahlzeit. Magnesium wird am besten abends eingenommen, idealerweise mit etwas Wasser.
Wechselwirkungen: Bestimmte Nährstoffe können die Aufnahme anderer hemmen. Calcium und Magnesium konkurrieren beispielsweise um die gleichen Transportwege – deshalb sollten sie nicht gleichzeitig eingenommen werden.
Die individuelle Darmgesundheit: Ein gesunder Darm mit intakter Schleimhaut nimmt Nährstoffe besser auf als ein entzündeter oder durchlässiger Darm.
Chelat-Verbindungen: Der Goldstandard
Bei chelatierten Mineralien ist der Wirkstoff an eine Aminosäure gebunden. Dadurch wird er vom Körper wie ein Nahrungsprotein behandelt und über Aminosäure-Transportwege aufgenommen – nicht über die limitierten Mineralstoff-Kanäle. Das Ergebnis: eine deutlich höhere Absorptionsrate und bessere Verträglichkeit.
Magnesiumbisglycinat ist ein Paradebeispiel: Magnesium, gebunden an zwei Moleküle Glycin. Der Körper erkennt die Verbindung als Aminosäure und schleust sie effizient in den Blutkreislauf. Genau deshalb haben wir uns bei RILOA für diese Form entschieden.
Worauf du achten solltest
Beim Kauf eines Supplements lohnt es sich, nicht nur auf die Dosierung zu schauen, sondern auch auf die verwendete Form. Ein Präparat mit 400 mg Magnesiumoxid liefert effektiv weniger Magnesium als eines mit 200 mg Bisglycinat. Qualität schlägt Quantität – immer.
Achte außerdem auf unnötige Zusatzstoffe, Füllstoffe und Trennmittel. Je reiner die Formulierung, desto besser kann dein Körper den Wirkstoff verwerten.
Fazit
Bioverfügbarkeit ist kein Marketing-Buzzword, sondern ein wissenschaftlich messbarer Wert, der darüber entscheidet, ob dein Supplement wirklich wirkt. Wer bewusst supplementiert, sollte nicht nur fragen „Wie viel?", sondern vor allem „Wie gut wird es aufgenommen?"